Die Vernichtung

Die Vernichtung

Gegenwärtig wird in den Medien der Krieg gegen die Ukraine als Abnützungskrieg oder auch als ein Krieg, der vor alle mit Artillerie geführt wird, charakterisiert. Kommentatoren gliedern gar die russische Kriegführung in verschiedene Phasen ein, so in einer ersten und in einer zweiten Phase. Die Wirklichkeit des Krieges dürfte diesen Beurteilungen widersprechen.

Wladimir Wladimirowitsch Putin und seine Adepten betonten bereits vor dem Kriegsausbruch, dass die Ukraine und damit auch die Ukrainerinnen und Ukrainer nicht existieren würden. Sie seien entweder Russen oder ein Nichts. Diese Russen müssten von der Kiewer Regierung befreit werden. Wenn sie die Befreiung nicht dankbar aufnehmen würden, dann müssten sie bestraft und ausgelöscht werden. Dieser Auslöschung dient der seit Beginn des Krieges andauernde Vernichtungskrieg gegen die Städte und die Bevölkerung der Ukraine mit Abstandswaffen, so die ballistischen Boden-Boden-Flugkörper und die verschiedenen Marschflugkörper.

 

die russischen Ritter (A.S.)

Das Vorbild für diesen Vernichtungskrieg könnten die Genozide des Mongolenherrscher Dschingis Khan (1165-1227) sein. Bei der Eroberung der alten zentralistischen Stadt Buchara 1220 bezeichnete er sich als die Geissel Gottes, der Buchara und seine Bevölkerung für ihre Sünden bestrafen würde.[1] Er liess anschliessend den grössten Teil der männlichen Bevölkerung massakrieren. Die Stadt war am Ende nur noch eine Ruine.

Weitere Verkündigungen von Putin und seinen Cronies weisen darauf hin, dass deren Machtansprüche mit der Vernichtung der Ukraine nicht beendet werden sollte. Durch die anschliessende Unterwerfung der europäischen Staaten soll ein eurasisches Grossreich begründet werden, dass von der Nordsee bis Wladiwostok reichen würde. Auch mit diesem Anspruch folgt Putin seinem Vorbild Dschingis Khan und dessen Söhne.  Im Höhepunkt reichte dieses Reich von der deutsch-polnischen Grenze bis zum Pazifik und dauerte während des Höhepunktes von 1185 bis 1265.

[1] May, T., The Mongol Art of War, Chinggis Khan and the Mongol Military System, Westholme, Yardley, 2007, S. 1ff.

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